Yoga Nidra

Was ist Yoga Nidra?

Yoga Nidra ist eine geführte Meditation, die zu tiefer Entspannung führt und dabei alle Ebenen des Bewusstseins einbezieht. Yoga Nidra wird auch yogischer Schlaf oder bewusster Schlaf genannt. Durch die Tiefenentspannung wird nämlich eine ähnliche Gehirnfrequenz erreicht, wie kurz vor dem Einschlafen und in bestimmten Schlafphasen. Was bedeutet das?

Durch die absolute Entspannung werden im Körper – wie im Schlaf – Erholungsprozesse in Gang gesetzt. Dem Körper wird die Gelegenheit gegeben, seine Selbstheilungskräfte einzusetzen. Der Cortisolspiegel sinkt, was zum Stressabbau und der Stärkung des Immunsystems führt.

Der Unterschied zum Schlaf ist aber, dass das Yoga Nidra bewusst erlebt wird. Das Bewusstsein taucht sozusagen ab in die tieferen Schichten. Dadurch können im Yoga Nidra Inhalte aus dem Unterbewussten leichter ins Bewusstsein treten und umgekehrt. Manchmal werden uns dabei Blockaden, Widerstände, Wünsche oder innere Ressourcen klar, die uns vorher nicht so bewusst waren.

Umgekehrt können auf dieser tiefen Frequenzebene Inhalte aus dem Wachbewusstsein leichter im Unterbewussten verankert werden. Daher wird im Yoga Nidra oft mit selbst formulierten Intentionen (Sankalpa) gearbeitet, die man sich während der Meditation selbst vorsagen kann.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Yoga Nidras ist die Dis-Identifikation mit den alltäglichen Erfahrungen und Erinnerungen. Yoga Nidra ist sozusagen ein Raum für das Erfahren des Selbst als der Blaue Himmel anstelle einer Wolke. Dies setzt unsere innerste Kraft frei.

Durch den Kontakt zum Unterbewusstsein können in diesem Zustand des Seins heilsame Veränderungen oft einfacher erreicht werden, als auf der Ebene des Tuns. Im Unterbewusstsein gespeicherte Erfahrungen und Informationen (Samskaras), die uns vielleicht Stress und Probleme bereiten, können im Yoga Nidra aufgelöst werden. Dazu muss uns das Problem nicht einmal bewusst sein. Dadurch ist Yoga Nidra eine tolle Ergänzung zu anderen Heilungsmethoden.

Was macht man beim Yoga Nidra?

Nichts 🙂 Du machst es dir im Liegen bequem und nimmst dir vor, dich nicht zu bewegen und wach zu bleiben. Das Yoga Nidra folgt einer bestimmten Struktur, die die Wahrnehmung systematisch vom Außen nach Innen und wieder zurück lenkt:

  • Savasana: Tiefenentspannung in Rückenlage
  • Entspannung: Atembeobachtung, Körperwahrnehmung (vom Tun zum Sein)
  • Sankalpa (Intention) formulieren
  • Nyasa: Kreisen der Wahrnehmung durch den Körper
  • Visualisierung von Bildern oder Gegensatzpaaren (Dis-Identifikation)
  • Ruhen im stillen Raum des Seins
  • Sankalpa: Verinnerlichung der Intention
  • Systematisches Zurückkommen in die äußere Welt

Zusammengefasst: Was bringt Yoga Nidra?

  • Erholung
  • Stressabbau
  • Verbesserung der Schlafqualität und der Erholungsfähigkeit
  • Steigerung der Achtsamkeit im gegenwärtigen Moment
  • Rückbesinnung zum bigger picture – Wahrnehmung des Selbst als unabhängig von den alltäglichen Erfahrungen
  • Gelassenheit
  • Eintauchen in die innere Kraft und Weisheit
  • Lösen von unbewussten Blockaden und Samskaras (Gedankenmustern)
  • Steigerung der Selbstheilungskräfte

Da ich selbst absolut überzeugt bin von diesem tollen Instrument (Yoga Nidra ist meine persönliche Top-Erholungsquelle :)), baue ich Elemente davon in allen meinen Yogastunden ein.

In meinen Dienstags-Klassen im Yoga is different Studio machen wir nach jeder Einheit ein Yoga Nidra. Komm doch mal vorbei 🙂