Yogatools im Alltag: Atemtechniken bei Hitze

Yoga

Der Atem spielt eine wichtige Rolle als Bindeglied zwischen Körper und Geist. Im Yoga-Alltag nutzen wir diese Funktion auf unterschiedliche Arten. Eine Grundvoraussetzung ist dabei nach Patanjali’s Yogasutra, dass der Atem frei und mühelos fließen kann. Dann ist der Geist ruhig und ausgeglichen. Um dem Atem seine Freiheit zu gewähren, schaffen wir in der Asana-Praxis Raum: Eine gesunde, aufrechte Körperhaltung ermöglicht eine tiefe Atmung.

Gegen Stress hilft langes und vollständiges Ausatmen. Gegen akute Anspannung oder nach einem Schrecken nützt oft ein kraftvolles HA. Fühlen wir uns schlapp, hilft uns ausgedehntes Gähnen bzw. tiefe Atmung.

Und gegen Hitze? Gegen Hitze helfen Pranayamas (Atemtechniken) namens Sitkari und Sitali. Hier findet ihr Anleitungen für meine sanften Varianten davon (weil ich möchte, dass euer Atem zu jedem Zeitpunkt frei und mühelos fließen kann)

Sitkari Pranayama – die zischende Atmung

  • Atme durch den Mund aus.
  • Lächle.
  • Platziere  die Zungenspitze im Gaumen, an der Innenseite deiner oberen Zahnreihe. Oder leg die Zungenspitze an die Innenseite der unteren Zahnreihe und schließe sanft die Zähne.
  • Lächle und atme für etwa 5 Atemzüge oder so lange es sich gut anfühlt. Wenn dir noch heiß ist, wiederhol die Übung nach ein paar normalen Atemzügen.

Wenn du zu den Menschen gehörst, die genetisch bedingt in der Lage sind, ihre Zunge der Längs nach einzurollen, kannst du zum Beispiel auch mal Sitali Pranayama versuchen:

Sitali Pranayama

  • Atme durch den Mund aus.
  • Roll deine Zunge ein, diesmal aber die Längsseiten nach oben. Streck die Zunge hinaus.
  • Lass die Atmung frei und locker durch den Mund ein- und ausströmen.
  • Dauer: etwa 5 Atemzüge oder so lange es sich gut anfühlt. Eventuell nach 5 normalen Atemzügen wiederholen.

Noch ein kleiner Erfrischungs-Tipp: Die Dienstags-Yogaklasse findet im Sommer 2017 im Volksgarten statt!