Asana of the Week: Viparita Virabhadrasana

Diese Woche geht’s um eine spielerische Variation des Held 2 die Leichtigkeit und Offenheit in eine kraftvolle Position bringt.

Viparita Virabhadrasana – Der aufgeschlossene Held

Viparita Virabhadrasana

Viparita bedeutet eigentlich umgekehrt, für mich passt die Bezeichnung des aufgeschlossenen Helden aber einfach besser, als „der umgekehrte Held“.

Wie?

  • Starte in Virabhadrasana – der 2. Heldenposition mit dem linken Fuß vorne. Hier findest du eine ausführliche Anleitung.
  • Nimm dir einen Moment Zeit, um den Kontakt zum Boden, die kraftvolle Haltung der Füße und Beine, die Aufrichtung aus deiner Mitte zu spüren. Mit dem Bewusstsein dieses starken Fundaments lass langsam mehr  Leichtigkeit entstehen:
  • Lass mit einem tiefen Ausatmen die Schultern sinken.
  • Beim Einatmen bring die rechte Hand in die Hüfte und heb den linken Arm nach oben an.
  • Strecke dein Brustbein nach oben und lehne dich sanft nach hinten, so weit wie es angenehm ist.
  • Die Schultern sind entspannt. Wenn es für den Nacken okay ist, blicke nach oben.
  • Nach 1 bis 5 Atemzügen komm bei der Ausatmung zurück in den Held 2.
  • Du kannst auch dynamisch mit jedem Atemzug zwischen den beiden Varianten wechseln.
  • Wiederhol die Übung auf der anderen Seite.

Warum?

Der Krieger 2 stärkt und formt die Bein- und Beckenmuskulatur. Die Fuß- und Kniegelenke werden stabilisiert. Die Rumpfmuskulatur wird gekräftigt.

Die Seitwärtsbeuge in Viparita Virabhadrasana dehnt die seitliche Bauchmuskulatur, den Latissimus dorsi  unter dem Achselbereich, die Zwischenrippenmuskulatur. Durch die Weitung des Brustkorbes wird die Atmung vertieft.

Mit den Kriegerhaltungen lernst du, Raum für dich einzunehmen und für dich selbst einzustehen. Diese Variation vermittelt neben Kraft und Selbstbewusstsein ein Gefühl von Vertrauen und Zuversicht. Die Übung ist eine sanfte Möglichkeit, diese Themen zu bearbeiten.

Wann lieber nicht?

Bei einem akuten Bandscheibenvorfall. Bei Nackenverletzungen, bei Durchfall oder hohem Blutdruck solltest du vorsichtig sein.

Und sonst noch:

Die Asana-Praxis ist eines der Instrumente im Yoga. Sie ist dazu da, um deinen Körper gesund zu halten und über Körperübungen den Geist zu beruhigen. Spür in jedem Asana in dich hinein und gestalte es so wie es sich für dich gut anfühlt. Eine Position darf ruhig auch mal ungewohnt sein, aber nie körperlich schmerzhaft. Achte auf deinen Atem und geh immer nur so weit, dass der noch frei fließen kann. Die Asana-Praxis soll dir gut tun! Wenn du gesundheitliche Probleme oder Bedenken hast, mach die Übungen lieber mit einem guten Lehrer oder einer guten Lehrerin.

Quellen:  B.K.S. Iyengar – Licht auf Yoga