Asana of the Week: Apanasana

Apanasana kümmert sich um die Verdauungsorgane und schenkt Geborgenheit. Es unterstützt das Loslassen sowohl auf psychischer, als auch auf körperlicher Ebene.

Apanasana – Knees to chest pose – Päckchenhaltung

Apanasana

Wie?

  • Leg dich auf den Rücken auf einer Matte oder Decke am Boden. Dein Kopf, Nacken und die Wirbelsäule bilden eine Gerade. Wenn es unangenehm ist, mit dem Hinterkopf am Boden aufzuliegen, kannst du ihn auf eine weiche gefaltete Decke ablegen. Streck dich aus und fühl den Kontakt zum Boden.
  • Zieh beim Ausatmen das rechte Knie in Richtung deiner rechten Brust. Umarme es für einen Moment und leg das Bein beim Einatmen wieder ab. Wechsel die Seite, wenn du möchtest ruhig auch öfter.
  • Beachte dabei die natürlichen Krümmungen der Wirbelsäule, das Becken und die Schultern bleiben am Boden.
  • Bei der Ausatmung zieh beide Knie zur Brust: Halte dein rechtes Knie mit der rechten Hand, das linke mit der linken Hand. Schieb die Knie beim Einatmen von dir weg, bis die Arme gestreckt sind und zieh sie beim Ausatmen heran.
  • Umarme beide Knie und bleib für 6 tiefe Bauchatemzüge in Apanasana, dann leg deine Beine wieder ab.

Variationen

  • Mach mit den Knien einige große Kreise auseinander, dann zueinander.
  • Heb bei einer Ausatmung deinen Kopf an und bring die Stirn zu den Knien, beim Einatmen leg ihn langsam wieder ab.
  • Roll ein bisschen von Seite zu Seite, um deinen unteren Rücken zu massieren.
  • Als besonders entspannende Variante kannst du dich mit dem Po nahe einer Wand ablegen und die Füße an der Wand anlehnen.

Warum?

Apanasana kümmert sich um das Apana Vayu, das ist der nach außen, speziell nach unten fließende Aspekt der Lebensenergie. Die Übung unterstützt die Entgiftungs-Verdauungs- und Sexualorgane. Apanasana wird auch als „Asana, die Winde befreit“ oder „energy-relieving pose“ bezeichnet. Bei Blähungen oder Verstopfung ist es eines der wirkungsvollsten Asanas.

Auf der psychischen Ebene wirkt das Asana gegen Stress und Anspannung, da es das Loslassen unterstützt und gleichzeitig Geborgenheit vermittelt.

Die Rückenmuskeln, vor allem die Rückenstrecker, die Gesäßmuskeln und die Rückseite der Oberschenkel werden gedehnt. Daher kann Apanasana auch bei Verspannungen im Rücken oder Ischiasproblemen Linderung bringen.

Wann lieber nicht?

Bei ungeklärten Rückenschmerzen oder Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule bitte nur mit geschulte/n Lehrer/in oder Therapeut/in.

Bei akuten Entzündungen in den Bauchorganen oder in den Hüft- oder Kniegelenken sollte Apanasana nicht geübt werden.

Und sonst noch:

Die Asana-Praxis ist eines der Instrumente im Yoga. Sie ist dazu da, um deinen Körper gesund zu halten und über Körperübungen den Geist zu beruhigen. Damit wirkt sich die Asana-Praxis auch abseits der Matte aus.

Spür in jedem Asana in dich hinein und gestalte es so wie es sich für dich gut anfühlt. Eine Position darf ruhig auch mal ungewohnt sein, aber nie körperlich schmerzhaft.  Achte auf deinen Atem und geh immer nur so weit, dass der noch frei fließen kann.

Die Asana-Praxis soll dir gut tun! Wenn du gesundheitliche Probleme oder Bedenken hast, mach die Übungen lieber mit einem guten Lehrer oder einer guten Lehrerin.