Asana of the Week: Vrksasana

Der Baum hilft dir dabei, dich zu zentrieren und die Welt um dich herum gelassener zu sehen. Eine tolle Übung zum Verwurzeln und zur Ruhe kommen.

Vrksasana – Tree – Baum

Vrksasana

Vrksa („Vriksch“) bedeutet Baum.

Wie?

  • Steh in Tadasana. Die Füße sind hüftbreit und parallel. Die Oberschenkelmuskeln sind aktiv, das Becken in einer neutralen Position, der Rücken ist aufrecht, die Schultern sind entspannt. Bring die Hände in die Hüfte.
  • Beim Einatmen heb den linken Fuß und bring ihn zum rechten Bein. Vielleicht möchest am Anfang einfach nur die Ferse auf den rechten Fuß legen und die Zehen am Boden lassen.
  • Finde einen stabilen Stand, wobei das Standbein nicht komplett gestreckt sein sollte. Bring das linke Knie etwas nach hinten, um eine leichte Dehnung in der Leiste zu ermöglichen.
  • Beim nächsten Einatmen heb das Brustbein etwas nach vorne an. Roll die Schultern eventuell nochmal nach hinten und lass die Schulterblätter entspannt sinken. Wenn du magst, bring die Hände vors Herz oder heb sie nach oben an.
  • Der Blick (Drishti) ist nach vorne, leicht nach oben gerichtet.
  • Bleib in Vrksasana für 5 – 6 Atemzüge und fühl mit jedem Einatmen eine Aufrichtung vom Scheitel bis zur Fußsohle und beim Ausatmen den Kontakt zum Boden.
  • Wenn du magst, kannst du dir vorstellen, dass du beim Einatmen Herz und Haupt zur Sonne reckst und beim Ausatmen die Wurzeln in den Boden wachsen lässt. Wie ein Baum quasi:)
  • Beim Ausatmen bring die Hände wieder in die Hüfte und komm in Tadasana. Dann wechsel die Seite.

Warum?

Vrksasana ist sehr gut für die Fußmuskulatur und fördert eine gesunde Körperhaltung. Die Übung kräftigt die Beine und verbessert den Gleichgewichtssinn.

Je nach Haltung der Arme wird die Brustmuskulatur gedehnt, während der Trapezmuskel gestärkt wird. Dies ist hilfreich gegen Haltungsschäden im oberen Rücken. Die Schultergelenke werden mobilisiert.

Der Baum hilft dir, ruhig und stabil zu bleiben, auch wenn‘s mal turbulenter wird. Er fördert Stabilität und bringt gleichzeitig Leichtigkeit und Balance.

Und sonst noch:

Die Asana-Praxis ist eines der Instrumente im Yoga. Sie ist dazu da, um deinen Körper gesund zu halten und über Körperübungen den Geist zu beruhigen. Spür in jedem Asana in dich hinein und gestalte es so wie es sich für dich gut anfühlt. Eine Position darf ruhig auch mal ungewohnt sein, aber nie körperlich schmerzhaft. Achte auf deinen Atem und geh immer nur so weit, dass der noch frei fließen kann.

Die Asana-Praxis soll dir gut tun! Wenn du gesundheitliche Probleme oder Bedenken hast, mach die Übungen lieber mit einem guten Lehrer oder einer guten Lehrerin.