Asana of the Week: Virabhadrasana 2

Die Helden-Asanas (es gibt drei davon) geben Stabilität, Balance und Kraft. In Virabhadrasana 2 lernst du, mit Leichtigkeit für dich selbst einzustehen. Der Held2 macht auch in Vinyasa Abfolgen Spaß – es zahlt sich aber jedenfalls aus, für ein paar Atemzüge in dieser energiegeladenen Haltung zu bleiben und die eigene Kraft wahrzunehmen.

Virabhadrasana 2 – Held 2

krieger2

Wie?

  • Beginne Stehend. Richte dich beim Einatmen auf, beim Ausatmen mache einen großen Schritt nach rechts. Dreh den linken Fuß um 90 Grad und den rechten leicht nach vorne.
  • Das rechte Bein ist gestreckt. Verteil das Gewicht gut auf den Fußsohlen, drück dazu auch die Außenkante des rechten Fußes in den Boden.
  • Bei der Einatmung strecke die Arme mit den Handflächen nach unten zur Seite aus. Zieh die Hände auseinander und entspanne die Schultern. Senke das Steißbein etwas nach unten und hebe das Brustbein an.
  • Bei der Ausatmung beuge das linke Knie und achte dabei darauf, dass es nicht nach innen sinkt. Beuge das Knie nur soweit, dass es noch über die mittleren Zehen zeigt, maximal bis der Oberschenkel parallel zum Boden liegt.
  • Die Füße, Knie und Hüftknochen, die Schultern und die Arme sollten auf einer senkrechten Linie liegen – du kannst dir eine Wand hinter dir vorstellen.
  • Blicke über die linke Hand.
  • Bleib im Krieger 2 für 4 – 6 Atemzüge, dann komm beim Einatmen hoch in die Grätsche und dreh die Füße nach vorne. Wiederhole Virabhadrasana 2 auf der rechten Seite.
  • Komm beim Einatmen in die Grätsche und beim Ausatmen zurück in Tadasana (die stehende Position).
  • Wenn du Lust hast, bring beim Einatmen die linke Hand zur Hüfte und beuge dich nach hinten. Beim Ausatmen komm wieder in den Krieger 2.

Alternativ kannst du auch aus dem Herabschauenden Hund in den Krieger 2 starten. Stell dazu beim Einatmen den rechten Fuß zwischen die Hände und bring beim Ausatmen die linke Ferse zum Boden, sodass die Zehen leicht nach vorne schauen. Dreh dich beim Einatmen zur Seite und richte dich auf, heb die Arme. Beim Ausatmen beuge das rechte Knie.

Warum?

Der Krieger 2 stärkt und formt die Bein- und Beckenmuskulatur. Die Fuß- und Kniegelenke werden stabilisiert. Krämpfe in den Unterschenkeln werden gelöst. Die Hüfte wird mobilisiert und die Durchblutung des Beckens verbessert.

Die Rumpfmuskulatur wird gekräftigt. Durch die Weitung des Brustkorbes wird die Atmung vertieft. Die Muskeln zwischen den Schultern, um die Schultern, im Brustkorb, die Arme und Hände werden gedehnt.

Mit den Kriegerhaltungen lernt man, Raum für sich einzunehmen und für sich selbst einzustehen. Sie vermitteln Kraft und Selbstbewusstsein.

Wann lieber nicht?

Bei Nackenverletzungen dreh den Kopf nicht zur Seite. Bei Durchfall oder hohem Blutdruck solltest du vorsichtig sein.

Und sonst noch:

Die Asana-Praxis ist eines der Instrumente im Yoga. Sie ist dazu da, um deinen Körper gesund zu halten und über Körperübungen den Geist zu beruhigen. Spür in jedem Asana in dich hinein und gestalte es so wie es sich für dich gut anfühlt. Eine Position darf ruhig auch mal ungewohnt sein, aber nie körperlich schmerzhaft. Achte auf deinen Atem und geh immer nur so weit, dass der noch frei fließen kann. Die Asana-Praxis soll dir gut tun! Wenn du gesundheitliche Probleme oder Bedenken hast, mach die Übungen lieber mit einem guten Lehrer oder einer guten Lehrerin.

Quellen:  B.K.S. Iyengar – Licht auf Yoga