Asana of the Week: Balasana

Balasana ist ein sehr entspannendes und beruhigendes Asana. Es vermittelt sofort Geborgenheit und Ruhe. Dabei ist es ganz einfach und kann zu jeder Tageszeit ausgeführt werden.

Balasana – Child’s Pose – Die Position des Kindes

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Wie?

  • Komm in Marjariasana, den Vierfüßerstand: Die Knie sind unter den Hüften, die Hände unter den Schultern.
  • Leg die Füße aneinander am Boden ab, die Großen Zehen berühren sich. Die Knie können hüftweit geöffnet bleiben.
  • Setz dich nach hinten auf deine Fersen und leg die Stirn sanft am Boden ab.
  • Die Hände können vorne liegen oder bring die Arme mit den Handflächen nach oben neben den Körper.
  • Atme in den Bauch und entspanne die Beine, die Hüfte, den Bauch und den Rücken. Lass die Schultern auseinander und in den Boden sinken.
  • Lass auch im Gesicht alle Anspannungen los und deinen Unterkiefer sinken.
  • Bleib in Balasana für etwa 10 Atemzüge, oder solang es angenehm ist.
  • Fühlt sich die Stirn am Boden nicht gut an, leg deine Stirn auf die Hände oder Fäuste. Du kannst auch ein Kissen unter deinen Oberkörper legen.
  • Wenn du nicht bequem auf dienen Fersen sitzen kannst, gib ein Kissen oder eine gefaltete Decke zwischen deine Fersen und dein Gesäß.

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Varianten für Schulter- und Nackenschmerzen

  • Setze dich aus Marjariasana auf die Fersen. Verschränke die Finger hinter dem Körper und beuge dich beim Ausatmen nach in Balasana. Leg die Stirn ab und streck die Arme über Kopf nach vorne.
  • In Marjariasana leg die rechte Hand etwas weiter vorne ab und komm dann langsam in Balasana. Der linke Ellbogen kommt zum Boden, dann die Stirn und schließlich der rechte Arm. Nach etwa 6 Atemzügen die Seite wechseln.

Warum?

Dieses Asana streckt die Rückenmuskeln und schafft Platz zwischen den Wirbeln. Die Hüfte und die Fußgelenke werden sanft mobilisiert, die Oberschenkel gedehnt. Die Beckenmuskeln und der Ischiasnerv werden angeregt. Störungen im Genitalbereich werden gelindert.

Balasana massiert die Bauchorgane, was die Verdauung anregt. Die Position des Kindes reguliert die Produktion von Adrenalin und Noradrenalin im Nebennierenmark. Sie wirkt sehr beruhigend bzw. ausgleichend bei Stress, Anspannung oder Ärger.

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Wann lieber nicht?

Bei Durchfall, in der Schwangerschaft, sehr hohem Blutdruck oder Schwindel und bei Knieverletzungen sollte Balasana nicht gemacht werden.

Und sonst noch:

Die Asana-Praxis ist eines der Instrumente im Yoga. Sie ist dazu da, um deinen Körper gesund zu halten und über Körperübungen den Geist zu beruhigen. Spür in jedem Asana in dich hinein und gestalte es so wie es sich für dich gut anfühlt. Eine Position darf ruhig auch mal ungewohnt sein, aber nie körperlich schmerzhaft.  Achte auf deinen Atem und geh immer nur so weit, dass der noch frei fließen kann. Die Asana-Praxis soll dir gut tun! Wenn du gesundheitliche Probleme oder Bedenken hast, mach die Übungen lieber mit einem guten Lehrer oder einer guten Lehrerin.

Quellen: Asana, Pranayama, Mudra, Bandha – Swami Satyananda Saraswati
Licht auf Yoga – B.K.S. Iyengar