Asana of the Week: Anjaneyasana

Der Low Lunge kombiniert Erdung, Loslassen, Wachheit und Öffnung. Für mich ist er eine ideale Übung für einen frühmorgendlichen Miniflow oder in den Yogastunden zum Aufwärmen und ankommen.

Anjaneyasana – Low Lunge

lowlunge

Wie?

  • Komm in den Vierfüßerstand (Marjariasana) oder starte aus dem herabschauenden Hund.
  • Steig mit dem rechten Fuß nach vorne zwischen die Hände, so dass das Knie über dem Fußgelenk ist. Zieh deinen Bauch leicht nach innen, um den unteren Rücken aufzurichten, heb deine Arme.
  • Lehn dich etwas nach vorne, sodass du eine Dehnung spürst und der Druck von der linken Kniescheibe weggeht.
  • Lass deine Schultern ganz entspannt und heb das Brustbein nach vorne an. Die Finger ziehen nach oben.
  • Wenn du möchtest, kannst du deinen linken Unterschenkel und Fußrist am Boden ablegen.
  • Wenn es sich gut anfühlt, kannst du eine Rückwärtsbeuge einbauen: dazu die Brustwirbelsäule etwas nach hinten beugen und zur Decke blicken.

low-lungeWarum?

Im Low Lunge hast du festen Kontakt zum Boden, während die Balance leicht gefordert ist. Die Position dehnt die Oberschenkel- und Hüftmuskulatur und den Psoas-Muskel. Gerade bei Stress und Anspannung ist diese Dehnung sehr wohltuend. Anjaneyasana stärkt die Rückenmuskulatur, Beine, Fußgelenke und Füße.

Durch die Übung kann die volle Bewegungsfreiheit des Beckens erreicht werden. Dies ist für die Aufrichtung der Lendenwirbelsäule und damit für eine gesunde Körperhaltung wichtig.

Anjaneyasana massiert außerdem die Bauchorgane und beruhigt das Nervensystem. Durch die Öffnung im Brustkorb kann sich die Atmung vertiefen. Dieses Offensein im Brustkorb und das kraftvolle Aufrichten der Arme bringt Zuversicht und Leichtigkeit.

Und sonst noch:

Die Asana-Praxis ist eines der Instrumente im Yoga. Sie ist dazu da, um deinen Körper gesund zu halten und über Körperübungen den Geist zu beruhigen. Spür in jedem Asana in dich hinein und gestalte es so wie es sich für dich gut anfühlt. Eine Position darf ruhig auch mal ungewohnt sein, aber nie körperlich schmerzhaft.  Achte auf deinen Atem und geh immer nur so weit, dass der noch frei fließen kann.

Die Asana-Praxis soll dir gut tun! Wenn du gesundheitliche Probleme oder Bedenken hast, mach die Übungen lieber mit einem guten Lehrer oder einer guten Lehrerin.

Quellen: Asana, Pranayama, Mudra, Bandha – Swami Satyananda Saraswati
Licht auf Yoga – B.K.S. Iyengar